Pressespiegel

Hunderte Besucher schlendern über den Erdbeermarkt

Es soll der heißeste Mai seit Wetteraufzeichnung gewesen sein. „Die Spargelernte ist zu gut“, sagt Reiner Horstmann. Weil es so extrem warm gewesen ist, seien die späten Sorten gleichzeitig mit den frühen Sorten gereift. „Und dann musste alles auf einmal geerntet werden.“

Und da griffen gestern die Springer beim Erdbeer- und Spargelmarkt in der Innenstadt nur zu gerne gleich doppelt zu.

„Die Preise sind deutlich niedriger als im Vorjahr, weil der Handel auch in den Großmärkten billig einkauft“, weiß Horstmann vom gleichnamigen Spargelhof in Pennigsehl. Dabei konnte die Ernte wegen des kühlen Wetters im März erst zwei Wochen später beginnen.

Nach zweijähriger Pause öffnete gestern auch wieder das Tattoo- und Piercingstudio „La Onda“ – gemeinsam mit dem Sport Club Saaletal sammelte das Team Spenden für das Kinderhospiz Löwenherz. „Die Mutter von einem Freund ist bei Löwenherz tätig und so sind wir auf die Idee gekommen, zusammen etwas auf die Beine zu stellen“, sagt Marcel Ulrich.

Ebenfalls beim Markt dabei: Ira Thorsting mit ihrem Verein „Kleine Herzen“. Was viele nicht wissen: Die Initiative wurde in Springe gegründet, genauer im Ratskeller von Ehepaar Nagel, mit dem Thorsting befreundet ist. Beim Landespresseball hatte Thorsting 2006 Karten für die Fußballweltmeisterschaft gewonnen. Weil sie aber kein großer Fußball-Fan war, hat sie die Karten versteigert. So kamen über 40 000 Euro zusammen – und der Grundstein für die Initiative war gelegt. Das Lied für den Verein hat sogar der Springer Musiker Ralf Grabowski komponiert. Gestern stellte sie an ihrem Stand die zahlreichen Projekte vor, die der Verein seitdem auf die Beine gestellt hat, unter anderem für die Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover.

Das Team der Stadtwerke stellte gestern das Projekt „Fernwärme“ vor. Während sich in den vergangenen Monaten Anwohner und Gewerbetreibenden über die Baustelle in der Fünfhausenstraße beschwert hatten, sei das Thema gestern nicht angesprochen worden. „Wir haben da jetzt einen guten Konsens mit allen getroffen“, sagt Mitarbeiter Thomas Ogsoka. Zum Start der Bauarbeiten im Bereich Industriestraße sollen vorab Informationsveranstaltungen organisiert werden, kündigt Ogsoka an.

Die Springer konnten nicht nur über den Markt schlendern, sondern im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags auch ihre Einkäufe erledigen. „Es ist eine schöne und gelungene Veranstaltung, ich bin sehr zufrieden“, freut sich Wilko Struckmann, Vorsitzender des Werberings. „Was den Markt auszeichnet ist, dass es nicht einen Kilometer nur Würstchenbuden gibt, sondern der Mix zwischen Essen, Trinken und Kunsthandwerk gelingt.“

Quelle: www.ndz.d




Fünfhaustenstraße: Werbegemeinschaft hängt Banner auf

Es hängt ziemlich hoch oben – und soll Autofahrer zurück auf den Boden der Tatsachen holen: Ein Banner in der Fünfhausenstraße weist ab sofort darauf hin, dass alle Geschäfte dort erreichbar sind, auch per Auto.

Bezahlt und aufgehängt haben das Banner die Stadtwerke und der Werbe- und Informationsring (WIR). „Wir wollen damit die Einzelhändler in der Innenstadt unterstützen“, sagt WIR-Schatzmeister Stefan Rust. Kostenpunkt für das sechs mal einen Meter große Banner: rund 300 Euro. Aufgehängt wird das Plakat an dem Draht, an dem sonst die Weihnachtsbeleuchtung über der Burgstraße befestigt ist.

Dort angebracht haben es zwei Mitarbeiter der Stadtwerke, die mittels eines Hubwagens in die Höhe gelangt waren. Als Kenner der Weihnachtsbeleuchtungs-Befestigung haben sich auch Mitarbeiter einer Elektrofirma der Sache angenommen.

Stadtmanagerin Anike Molgedey frohlockt, dass der Platz zwischen den Häusern künftig auch als Werbefläche für Veranstaltungen – wie etwa verkaufsoffene Sonntage – genutzt werden kann.

In diesem Jahr wird das aber wohl nichts: Denn das Baustellen-Schild wird erst einmal eine Weile hängen bleiben.

Wie lang an der Fünfhausenstraße weitergebaut wird, vermag Stadtwerke-Prokurist Jörg Michallik nicht genau zu sagen: „Das wird sich noch hinziehen.“ Damit das für die Einzelhändler am Ende nicht im finanziellen Fiasko endet, weist das Banner nun auf die Geschäfte vor und hinter der Baustelle hin. Nach zehn Minuten hängt das Spruchband, Rust zeigt sich zufrieden: „Das kann man sehr, sehr gut sehen.“

Es ist bereits der dritte Versuch der Einzelhändler, auf die Erreichbarkeit der Geschäfte hinzuweisen: Zuerst brachte die Wir ein kleines Schild an, später folgten die größeren Baustellen-Schilder mit Logos der Geschäften, die auf die freien Parkplätze rund um die Baustelle verweisen.

 

Quelle: www.ndz.de (Ralf T. Mischer)




Wo geht‘s denn hier zur Innenstadt?

Baustellen: Einzelhändler klagen über massive Umsatzeinbußen – und fordern neue Umleitungen

Der Einzelhandel in der City ist äußerst unzufrieden mit den baustellenbedingten Straßensperrungen und dem Umleitungsmanagement der Stadt. Die Einzelhändler, die im Werbe- und Informationsring (W.I.R.) organisiert sind, sprechen von drastischen Kundenrückgängen und fordern die Stadt in einem dringenden Appell zum Handeln auf. „Alle Umleitungen führen an der Innenstadt vorbei – dabei ist die doch problemlos mit dem Auto zu erreichen“, schimpft Erhardt Bormann vom gleichnamigen Textil-Geschäft am Nordwall. Doch gerade die Erreichbarkeit mit dem Auto sei vielen Kunden wichtig. „Bereits am ersten Tag der Sperrung hat sich ganz klar bemerkbar gemacht, dass weniger Kunden kommen.“

Dabei können Autofahrer eigentlich an der Fünfhausenstraße/ Ecke Schulstraße ganz normal in die Fünfhausenstraße einbiegen – die ist dort nämlich befahrbar. Ein Durchfahrt-Verboten-Schild suggeriert aber etwas anderes – und der Zusatz „bis Baustelle frei“ kann Autofahrer, die von außerhalb kommen, nicht davon überzeugen, dass es eine gute Idee ist, in die Straße einzufahren, meinen die Einzelhändler. Deshalb ist die WIR selbst aktiv geworden – die Mitglieder haben ein Zusatzschild aufgehängt, auf dem steht, dass die Parkplätze am Nordwall und in der Innenstadt frei sind.

Das durfte allerdings nur DIN A 3 groß sein – der Vorschriften wegen. Wilko Struckmann, W.I.R. Chef und Inhaber der Alten Deister Apotheke, schimpft, dass das Straßen-Sperr-Schild bereits weit oberhalb der Baustelle in der Fünfhausenstraße stehe, sei „geschäftsschädigend“. Er sieht dabei die Stadtals Verursacher der Bau-Arbeiten und der Sperrungen in der Pflicht: „Die Stadt steht in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass der Handel nicht gefährdet wird.“ Eine solche Gefahr bestehe durchaus: „Die Kundenfrequenz hat seit den Bauarbeiten abgenommen“, sagt Christiane Kubitzka vom Geschäft „Die Tasche“ am Niederntor, Petra Schwarze von Uhren und Schmuck Schwarze pflichtet ihr bei.

Weniger Kunden bedeute am Ende weniger Umsatz. Bormann weiß, dass das rasch zu Schwierigkeiten führen kann: „Wir planen für eineSaison – und unsere Planungen beruhen auf den Erfahrungen der letzten Jahre.“ Sackt der Umsatz aber plötzlich ein, etwa durch die Sperrung, „habe ich am Ende des Jahres ein Problem“, betont er. Über große Probleme klagte bereits das von der Sperrung unmittelbar beeinträchtige Preis-Paradies 2000. Mitbetreiber Rakb Sllo hatte von exitenzgefährdenden Umsatz-einbußen gesprochen. Auch die Wäscherei nebenan kämpft mit den Folgen der Sperrung – weil Kunden wegbleiben und Lieferfahrten nur eingeschränkt möglich sind.

Quelle:www.ndz.de




Frühlingsmarkt und erster verkaufsoffener Sonntag voller Erfolg

SPRINGE. Auch der leichte Nieselregen, der zu Beginn vom Himmel fiel, konnte nichts an der guten Stimmung ändern: Der Frühlingsmarkt,
organisiert vom Werbe- und Informationsring, erwies sich am Sonntag als regelrechter Besuchermagnet.

„Das ist ein Supertag, der Frost ist endlich vorbei – und die Leute freuen sich über die bunten Blumen“, sagt der Gärtner Friedrich Vollmer aus
Herkensen, der mit den Geschäften zufrieden ist – Blumen gehen im Frühling eben immer. Das Angebot des Marktes ist breit gefächert – von speziellen
Hundeleckerlis, die aussehen wie Pralinen, über Korbwaren in allen Formen und Farben bis zu Haushaltswaren.

Passend zum nahen Osterfest waren die Holz-Osterhasen am Stand von Tanja Schwanke. Ihr Mann sägt die hölzernen Deko-Artikel mit der Laubsäge aus, sie bemalt
sie lebensecht: Von Hunden über Honigbären bis zu Osterhasen. Die waren am frühen Nachmittag bereits ausverkauft. Zufrieden zeigte sich auch
Achim Oberhammer: Der Detmolder verkauft Strickwaren aller Art. „Bei Frost kaufen die Leute mehr Socken – aber dann besuchen auch nicht so
viele den Markt“, sagt er.

Im Angebot waren auch etliche kulinarische Leckereien: Vom Bergkäse über mediterrane Köstlichkeiten bis zu den Klassikern Pizza und Bratwurst
mit Pommes. Überdies hatten Marktbesucher die Möglichkeit, bei den Einzelhändlern in der City vorbeizuschauen, die ihre Ladentüren geöffnet hatten und mit besonderen
Angeboten aufwarteten.

Quelle: www.ndz.de




250 Springer machen bei der Tannenbaum-Rückgabe der W.I.R. mit

SPRINGE. Es grünt so grün – aber irgendwann eben auch nicht mehr. Am 6. Januar wird traditionell abgeschmückt. Bei Familie Michels sogar am Vorabend. Die Tannenbaum-Rückgabe-Aktion der Springer Einzelhändler kam den Völksenern da wie gerufen.

Und weil Sohn Jan Philipp auf einen lohnenden Einkauf in „Sven’s Spielzeugparadies“ hoffte, streifte er seine Arbeitshandschuhe über und half, die nadelnde Weihnachtserinnerung ins Auto zu hieven. Die letzten Meter über den Marktplatz – und damit den Endspurt in Richtung Schredder – übernahm der Siebenjährige ganz allein.

250 Springer machten es am Sonnabend ebenso wie Familie Michels und tauschten ihren ausgedienten Christbaum gegen einen Rabattgutschein ein. Der Werbe- und Informationsring (WIR) lud im dritten Jahr infolge zu der Aktion ein. „Am Anfang war ich etwas skeptisch“, räumt der frühere WIR-Chef Erhardt Bormann ein, während er einen Tannenbaum in der Rechten hält und mit der Linken einen der 10-Euro-Coupons aushändigt. „Aber: Ich wurde eines Besseren belehrt.“

Im ersten Jahr gingen 600 Springer auf das Tauschgeschäft ein, im vergangenen waren es gut 250. Beim Start in diesem Jahr um 9 Uhr sah es dagegen mau aus. Die ersten Teilnehmer standen fast allein auf dem Marktplatz.

Richtung Mittag brummte es dann zusehends – die Mitarbeiter, die die Tannen an Ort und Stelle in Kleinteile zerlegten, hatten gut zu tun. „Vielleicht wäre es schlau, im nächsten Jahr erst eine Stunde später anzufangen, überlegten Erhardt Bormann und sein Kollege Thomas Kritscher, die gemeinsam die Aktion betreuten.

Zur Freude Bormanns erreichte die Aktion ihren eigentlichen Zweck: „Es ist Leben auf dem Markt. Die Leute bleiben stehen und kommunizieren.“

Durchaus Unterhaltungswert hatte, wie einfallsreich einige Kernstadt-Bewohner ihren Weihnachtsbaum transportierten. Der zehnjährige Jonas Ohnesorge und sein fünf Jahre jüngerer Bruder Julian etwa chauffierten ihre Familientanne mit dem Kettcar zum Marktplatz. Sabine Marock griff zu Hundeleinen, um ihre zwei Bäume unkompliziert zu Fuß befördern zu können.

Auch Dieter Adam zog einige Blicke auf sich – was in seinem Fall nicht am Transportmittel, sondern am Transportstück lag. Er schleppte eine komplett braune Tanne an. „Da sind aber noch alle Nadeln dran“, scherzte er, während er erzählte, dass er gerade den Christbaum 2015 entsorge. Die Tanne stand zwei Jahre vorm Haus, bis jetzt geschmückt mit einer Lichterkette. Irgendwann müsse man aber wohl mal endgültig Abschied nehmen, so Adam, der auch gleich den aktuellen Baum schreddern ließ.

 

Wer die Tannenbaum-Rückgabe der WIR verpasst hat und seinen Baum nicht zum Wertstoffhof bringen möchte, kann ihn in dieser sowie der nächsten Woche – abgeschmückt – am Müllabfuhrtag bis 7 Uhr an den Straßenrand legen. Die aha nimmt das Holz mit, wenn der Stamm auf 1,50 Meter gekürzt und maximal 15 Zentimeter dick ist.

Quelle: www.ndz.de




Viele Händler lehnen eine Ladenöffnung an Heiligabend ab

 

SPRINGE. „Allein auf die Idee zu kommen, an Heiligabend die Geschäfte zu öffnen, ist arrogant“, stellt Wilko Struckmann, Chef des Springer Werberings, klar. Er schüttelt den Kopf über die Debatte, die die Gewerkschaft Verdi ausgelöst hatte:

Sie sah die Gefahr, dass einige Händler die Chance nutzen könnten, die ihnen das Gesetz an einem Sonntag bietet.

Grundsätzlich dürfen an Sonntagen (auch an Heiligabend) nur Bäcker, Tankstellen, Blumenläden oder Kioske öffnen. In Springe als anerkannter Ausflugsort ist theoretisch auch allen anderen Läden mit Waren des täglichen Bedarfs der Verkauf gestattet – Ausnahme: Bekleidung und Schmuck. Oder aber: die Werbegemeinschaft veranstaltet einen verkaufsoffenen Sonntag. Für Struckmann keine Option: die ganze Debatte sei für ihn nicht nachvollziehbar: „Das ist auch eine Frechheit gegenüber allen im Handel Beschäftigten“, so Struckmann. Es sei schlimm, dass überhaupt darüber nachgedacht werde. „Der Handel hat endlich mal eine Chance, frei zu haben. Und das sei den Mitarbeitern gegönnt.“

Die Kunden hätten ausreichend Zeit am Sonnabend, 23. Dezember, die letzten Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Dann würden die ganz spontanen Einkäufer eben auf den Sonnabend ausweichen – und da hätten ja die meisten frei, betont Struckmann. Auch der Online-Handel werde an einem Sonntag nicht mehr zustellen. „Generell hat sich das Kaufverhalten massiv geändert, hin zum Erlebniseinkauf. Das muss der Handel heute verstehen, sonst sieht es in der Zukunft eher schlecht aus“, so Struckmann.

Den kompletten Text finden sie unter unter www.ndz.de




Einzelhändler-Chef: „Ein Traum“

Volle Innenstadt beim Springer Bauernmarkt / Verkaufsschlager: Obst, Gemüse und Wurst

Springe. Für Einzelhändler-Chef Wilko Struckmann ist es „ein Traum“: „60 Stände, perfektes Wetter und so unglaublich viele Besucher.“ Obwohl am gestrigen Sonntag auch in Hannover und in Hameln die Geschäfte geöffnet waren, schoben sich die Massen über den Springer Bauernmarkt. Struckmann: „Meinen großen Respekt an alle Springer, dass sie das Angebot vor Ort nutzen.“

Auch Bäckermeister Hartmut Hakenbeck war vom Ansturm geplättet. Seine Kuchentheke war um 15 Uhr leer: „Dabei hatten wir reichlich mit. Das kann ja keiner ahnen, dass wir so überfallen werden“, grinste er. Die 73-jährige Ella Gehlen und die 81-jährige Rosa Holz begnügten sich mit vier Broten. Die Seniorinnen wohnen in Wennigsen, kommen aber gerne nach Springe: „Weil man hier fast alles bekommt, was es auch in Hannover gibt. Dabei liegt Springe um die Ecke, und die Parkplätze kosten nichts.“

Für die Kinder waren die Trecker des Dreschkreises Altenhagen („Eolenhäger Schuindöschers“) die Attraktion des Tages. Auf dem Hanomag von Hans-Walter Bornscheuer durften junge Besucher sogar Probesitzen.

Bei den Händlern waren die Verkaufsschlager Kürbisse, Äpfel, Birnen und Hausschlachte-Wurst. „Die Preise sind einfach gut“, erklärte Susanne Maticka, die das Obst der Baumschule Kewel im Akkord in Tüten packte, abwog und verkaufte.

Der Geschäftsmann Manfred Klaerding aus Apelern (Landkreis Schaumburg) gehörte vor einem Monat zu den Ausstellern der Springer Wirtschaftsschau. Das Wochenende habe ihm so gut gefallen, dass er jetzt gerne wieder vorbeikomme. Sein Mitbringsel vom Bauernmarkt: Ein riesiger, handgeflochtener Kaminkorb für 40 Euro: „Der sieht toll aus und ist das Geld wirklich wert.“ Klaerding ist überzeugt: Er wird demnächst wieder eine gute Gelegenheit finden, um einen Abstecher über den Deister zu machen.

Quelle: NDZ 6. Oktober




Springe schlendert, schlemmt und shoppt

"Lecker! Die habe ich vor fünf Jahren zum letzten Mal gegessen", freute sich BZE-Schüleren Karin aus Hamburg, als
sie sich gesern auf dem Marktplatz zusammen mit Ihrer Freundin Steffi (Foto) eine Zuckerwatte teilte.

"Traumhaft" sei auch der Ansturm, sagte Einzelhändler-Chef Wilko Struckmann mit Blick auf die Massen von Besuchern, diedurch die Innenstadt schlenderten. Ein kleines Indiz dafür, dass das Programm der verkaufsoffenen Sonntage immer bunter
wird.

Statt der angekündigten Aussteller kamen 40, die sich auf den Außenflächen präsentierten. Struckmann. " Unser Konzept geht auf".

Quelle: www.ndz.de




Wie im Bilderbuch

Menschenmassen strömen bei Sonnenwetter zum Frühlingsmarkt in die Innenstadt

 

 

 

 

 

Springe. Die Gastronomen am Markt und am Niederntor haben ihre Stühle nach draußen gestellt. Sie haben gut daran getan: Bis zu 16 Grad zeigten die Thermometer gestern an – im Schatten! Regelrechte Menschenmassen nutzten das gute Wetter für einen Einkaufsbummel auf dem Frühlingsmarkt in der Innenstadt. Die Stühle der Gastronomen waren ebenso rasch voll, wie die Plätze an den Imbissbuden. Sonne und gute Laune bescherten den Besuchern Anblicke wie aus dem Bilderbuch.

 „Einfach herrlich“, sagt Elke Meyer aus Mittelrode. Sie nutzt gemeinsam mit ihrem Mann die Gelegenheit, in aller Ruhe einen Einkaufsbummel zu machen. Das lohnt sich auch: Unzählige Geschäfte haben ihre Türen geöffnet. Außerdem bieten Händler – vom Buch-Antiquar bis zum Autoverkäufer – Waren feil. Bei den kleinen Besuchern sorgen unzählige Angebote für gute Laune. Neben dem obligatorischen Eis, das natürlich dazugehören muss, sind das eine Hüpfburg, ein großer Trampolinpalast und ganz Wagemutige konnten sich auch schon ins kühle Nass stürzen. Allerdings mit riesigen Bällen, die dafür sorgten, dass sie nicht nass werden.

 Voll wurde es gestern auch im Kulturheim. Parallel zum Frühlings- fand dort ein Ostermarkt statt. Die Veranstalter haben viele Anbieter österlicher Handwerkskunst gewinnen können: Von Gestecken über Accessoires und bemalte Eier gab es alles rund um Ostern. Auch Vereine und Organisationen stellten ihre Angebote vor. Unter anderem gab es große Modelleisenbahnen in Aktion zu bestaunen. Jakob (9) kann sich aber eher für die Küken begeistern. In einem Schaukasten, der eine Temperatur von konstanten 37,8 Grad hatte, konnten die Tiere beim Schlüpfen aus den Eiern beobachtet werden – und Jakob war so begeistert, dass Papa Marc Dünte alle Überredungskunst anwenden musste, um den Sohnemann wegzulocken. Erst als er von den Kaninchen am Nebenstand erzählte, hatte der Junge ein Einsehen – und kam mit.

 

Quelle: www.ndz.de




Kaufleute prüfen sich gegenseitig

WIR will die Attraktivität der Innenstadt weiter steigern / Neuer Internetauftritt zahlt sich aus

Springe. Durch die Brille eines anderen Springer Unternehmers auf das eigene Geschäft schauen: Diese Möglichkeit möchte der Werbe- und Informationsring für Springe (WIR) seinen Mitgliedern eröffnen. Interessenten können sich in einer sogenannten Erfahrungsgruppe zusammenschließen.

Was fällt anderen beim Betrachten der eigenen Ladenflächen auf? Welche Bereiche könnten vielleicht noch kundenfreundlicher gestaltet werden? Diese und ähnliche Fragen könnten durch die Besuche einer sogenannten Erfahrungsgruppe, kurz „Erfa“, beantwortet werden, warb WIR-Vorsitzender Wilko Struckmann in der Jahresversammlung. Die Idee, sich gegenseitig zu besuchen, stammt dabei vom Arbeitskreis „Innenstadt“.

Einige Mitglieder kennen derartige „Erfa“-Gruppen bereits aus ihren eigenen Branchen. Nun könnte eine solche Möglichkeit auch in Springe branchenübergreifend etabliert werden. Struckmann bittet Interessenten, sich bis Ende April bei ihm zu melden. Springes Stadtmanagerin Anike Molgedey hat sich bereit erklärt, alle Anregungen zu sammeln und Rückmeldungen an die Geschäftsinhaber weiterzugeben.

Springes Innenstadt soll aber auch durch ansprechende Blumeninseln und hübsch bepflanzte Baumscheiben weiter an Attraktivität gewinnen. Dafür hat die Händlergemeinschaft im vergangenen Jahr rund 1900 Euro in Staudenbepflanzungen investiert. Weil die Stadt die 35 Pflanzinseln zwischen Niedern- und Oberntor aus Kapazitätsgründen lediglich einmal in der Woche bewässern kann, sucht der Verein nun unter seinen Mitgliedern Paten. Sinnvoll sei es, ein Blumenbeet in der Nähe des eigenen Geschäfts zu gießen, rät Molgedey. Dafür wurde ein Plan erstellt, der die Standorte der Pflanzareale genau aufzeigt.

Die neu gestaltete Internetseite des WIR kommt bei den Besuchern offenbar sehr gut an, wie Schriftführer Thomas Kritscher erfreut zu berichten wusste. Die Zahl der Klicks habe sich enorm gesteigert. Schauten im Februar vergangenen Jahres 1300 Besucher auf die Seite, so hat sich die Zahl innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt. 2260 Besucher waren es im zurückliegenden Monat. Für Kritscher auch Ergebnis einer stärkeren Bewerbung der Homepage.

Nicht zuletzt gibt der WIR-Internetauftritt auch Auskunft über die verkaufsoffenen Sonntage in diesem Jahr. So laden die Händler an folgenden Terminen jeweils von 12 bis 17 Uhr zum Stöbern und Kaufen ein: zum Maibaumfest am 26. April, zum Töpfermarkt am 14. Juni, zum Bauernmarkt am 4. Oktober sowie zum Martinsmarkt am 8. November. Zudem plant der Arbeitskreis „Innenstadt“ für Sonnabend, 1. August, einen Schnäppchenmarkt.

 

Quelle: www.ndz.de




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wie verkaufsoffene Sonntage mit Rahmenprogramm, Initiierung der Wirtschaftsschau Springe, Attraktivitäts-
steigerung der Innenstadt durch Blumenpflanzaktion, Weihnachtsbeleuchtung, Osterdekoration und vieles mehr.

Dieses Angebot gilt für Privatpersonen, öffentliche Träger und Vereine.

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Maibaumfest und mehr

Tolle Sause lockt mit dem Tag der Vereine, Bürgerkönigsschießen und dem Deistertag

Springe. Eine Riesensause lockt am Sonntag, 26. April, kleine und große Besucher in die Springer Innenstadt: Gleichzeitig werden das Maibaumfest, Bürgerkönigsschießen, verkaufsoffener Sonntag und Deistertag gefeiert und laden zum Mitmachen und Verweilen ein. Zugleich präsentieren sich mehr als 40 Vereine im Herzen von Springe präsentieren,

Der Auftakt dieser Veranstaltungs-Kombination erfolgt um 10 Uhr mit einem Open-Air-Gottesdienst auf dem Marktplatz. Ortsbürgermeister Carsten Marock nimmt an gleicher Stelle um 11.15 Uhr den traditionellen Bockbieranstich vor. Musikalisch begleitet der Spielmanns- und Hörnerkorps diese offizielle Eröffnung des Spektakels.

Bereits am Sonnabend und noch einmal am Sonntag sind Springer von jeweils 11 bis 18 Uhr zum traditionellen Bürgerkönigsschießen eingeladen. Geschossen wird mit einem Laser-Zielsport-System. Die Sieger werden um 19 Uhr auf dem Platz vor dem Alten Rathaus geehrt.

Mit dem Aufstellen des Maibaums auf dem Marktplatz um 14 Uhr erreicht die Sause einen Höhepunkt. Während die Hallershipper in der Zeit von 13 bis 13.45 Uhr auf dem Marktplatz für Unterhaltung sorgen, tritt um 15 Uhr der Musikzug der freiwilligen Feuerwehr an diese Stelle. Ab 12 Uhr bis 17 Uhr öffnen auch die Springer Geschäftsleute ihre Türen und laden zum Bummeln und Kaufen ein. Auch rund um den Marktplatz gibt es viel zu erleben: Das Museum auf dem Burghof hat ebenfalls geöffnet und lädt zu seiner Ausstellung „Wald, Wiesen, Bauerngarten“ ein. In der Zeit von 12 bis 17 Uhr können Besucher der Stadtbibliothek Fundstücke auf einem Bücher-Antik-Markt erobern und ihr Losglück versuchen.

Die Mammutveranstaltung endet am Sonntagabend mit einem Nachtwächter-Rundgang. Teilnehmer treffen sich um 21 Uhr vor dem Alten Rathaus.

 

Quelle: hallo Wochenende 18. April




Alle für den Handel

Die Werbegemeinschaft will die Innenstadt fit machen – gemeinsam mit den Kunden

Springe. Die heimischen Geschäfte wollen ihre Kunden nicht nur mit Sortiment und Service locken: Die Werbegemeinschaft „WIR“ öffnet sich auch für Nicht-Händler. Für den Vorsitzenden Wilko Struckmann ist das nur ein Schritt auf dem Weg zum Erhalt einer lebenswerten Innenstadt.

6 Euro kostet die Fördermitgliedschaft im Monat – die Hälfte dessen, was die Geschäftsleute überweisen. Das Angebot richtet sich an Privatpersonen, aber auch an öffentliche Träger wie Behörden und Organisationen – aber auch an die heimischen Vereine.

Unterstützt werden soll mit den Zusatzeinnahmen die Arbeit der WIR: die verkaufsoffenen Sonntage, die Wirtschaftsschau oder die Verschönerung der Innenstadt durch Blumen, Deko und Weihnachtsbeleuchtung.

Aus Struckmanns Sicht ist der finanzielle Beitrag der Neumitglieder aber noch mehr: ein Bekenntnis zu Springe. Denn der Kunde habe sich und sein Verhalten geändert. Früher, sagt Struckmann, sei der Einkauf im eigenen Ort eine Frage des Lokalpatriotismus‘ gewesen: „Das hat sich geändert.“

Heute herrsche der sogenannte Benefit-Gedanke vor: „Der Kunde fragt: Was bringt mir das?“ Aus Struckmanns Sicht leidet der Einzelhandel unter dem gleichen Problem wie viele Vereine: Die Menschen wollen deren Vorzüge nutzen – aber selbst nicht dazu beitragen, dass es sie gibt.

Dass das Internet zusätzlich eine Konkurrenz für den klassischen Einzelhandel ist – diese Erkenntnis ist nicht neu. „Wer sagt, er hat noch nie was online bestellt, der hat wahrscheinlich gelogen“, sagt der Werbegemeinschafts-Chef schmunzelnd. Doch mit welcher Strategie stellt sich die WIR auf? Struckmann möchte nicht gegen das Internet kämpfen – sondern es nutzen. Wenn die „WIR“-Kasse durch die Neumitglieder voller ist, überlegt Struckmann, könne man „kleineren Unternehmen die Möglichkeit geben, im Netz gefunden zu werden“.

Dabei geht es gar nicht gleich um einen Online-Shop. „Aber wer sich heute informiert, welche Betriebe es vor Ort gibt und was die anbieten, der schaut ja nicht mehr ins Telefonbuch, sondern ins Netz.“ Dort will die WIR eine Plattform schaffen, über die Kunden die heimischen Unternehmen möglichst bequem finden können.

Nun könnte man argumentieren: Wer als Kunde schon im heimischen Handel kauft und dann auch noch bei der WIR mitmacht – der zahlt doppelt. Doch Struckmann lässt das nicht gelten: „Durch die Mitgliedschaft zeige ich: Es ist mir wert, das hier zu unterstützen.“ Die Theorie: Eine liebenswerte, lebenswerte Stadt braucht den Handel – und der wiederum benötigt gute Rahmenbedingungen, deren Finanzierung manchmal über den Geschäftsbetrieb hinausgeht. „Wenn es dem Handel gut geht“, sagt Struckmann, „profitieren alle“. Die Stadt über die Steuern, der Sportverein über die Trikotspende. Und der Kunde über die Auswahl.

Mehr Gelassenheit
bei den verkaufsoffenen
Sonntagen

In Richtung der heimischen Händler wirbt Struckmann für mehr Gelassenheit: Dass sich mitunter Nichtmitglieder an die von der WIR organisierten und finanzierten verkaufsoffenen Sonntage hängen, müsse man hinnehmen: „Wenn wir da einen oder zwei Trittbrettfahrer haben, dann ist das so. Aber das heißt ja nicht, dass nicht alle anderen auch profitieren.“

 

Quelle: www.ndz.de




Mit vollem Schwung

Beim Maibockanstich geht der Hammer entzwei / Tausende Besucher auf den Straßen

Springe. Ein paar kräftige Schläge – dann hatte Springes Ortsbürgermeister Carsten Marock das große Festvergnügen mit dem Maibockanstich offiziell eröffnet. Dass dabei der hölzerne Hammer entzwei ging, tat dem sprudelnden Auftakt der großen Sause keinen Abbruch. Der Gerstensaft floss, und das Programm konnte planmäßig beginnen.

Nicht jedes Fest ist gleich eine Sause – und nicht jede Sause ist automatisch groß. An diesem Sonntag trifft all das in Springe aber zu. Zahlreiche Veranstaltungen locken unzählige Besucher in die Innenstadt. Es gibt unzählige Dinge zu entdecken.

Unter den Klängen des Spielmanns- und Hörnerkorps, der für den musikalischen Auftakt sorgte, schlenderten die Besucher entlang der zahlreichen Info-und Aktionsstände der Vereine. Einige Plätze blieben zwar leer, denn kräftige Regenschauer am Morgen hatten manche Teilnehmer abgeschreckt. Doch das tat der Stimmung zwischen Niederntor und Obertor keinen Abbruch.  Schließlich hatten sich die ehrenamtlichen Helfer der Vereine Menge einfallen lassen: Wer sich im Hürdenlaufen versuchen wollte, konnte am Stand des Leichtathletikvereins Springe erste Versuche unternehmen. Sportlich ging es auch am Stand des Springer Ski-Clubs und des Springer Kanu-Clubs zu. Gemeinsam hatten sie eine Kletterwand organisiert, an der Festbesucher ihre Geschicklichkeit und Kraft testen konnten – und schließlich ganz hoch hinaus gelangten.

Unzählige Stadt-Besucher aus nah und fern nutzten die Gelegenheit auch, um in den Geschäften und Läden zu stöbern – manch ein Gast wurde rasch zum Kunden und verließ die Stadt mit vollgepackten Einkaufstüten.

Quelle:www.ndz.de




Struckmann fordert Wirtschaftsförderer Ideen und Unternehmergeist:

Wie der Chef des Werberinges die Innenstadt attraktiver machen möchte

Springe. Ja, es gibt sie, die leer stehenden Geschäfte in der Stadt. Besorgniserregend sei das aber noch nicht, findet Wilko Struckmann, Chef des Werbe- und Informationsrings (WIR). Mit guten Ideen und Unternehmergeist könne man den Standort stärken – und dadurch weitere Schließungen abwenden. Dabei nimmt der Geschäftsmann auch die Verwaltung in die Pflicht. Ein Ortstermin.

Es ist ordentlich was los zwischen Burgstraße und Marktplatz. Händler bauen ihre Stände auf, mit vollen Tüten bepackte Passanten schlendern vorbei. Markttag. „Wenn 10 Prozent oder mehr der Geschäfte in einer Stadt leer stehen, empfinden die Kunden das als negativ“, sagt Struckmann. Und deutet mit der Hand hinter sich. „Das haben wir hier nicht.“

Die Innenstadt verfüge etwa noch über verschiedene Textilien-Anbieter, anders als viele andere Städte vergleichbarer Größe. Ebenso deutlich sagt Struckmann aber auch, dass sich etwas ändern müsse. Denn die Schließungen in den letzten Monaten und Jahren seien keine üblichen Fluktuationen mehr gewesen, sondern „ein bisschen mehr als normal“. Hielte der Trend an, wäre die Vielfalt der Springer Einzelhandelslandschaft in Gefahr. „Und irgendwann leiden dann alle darunter.“

Um das zu verhindern, sieht er die Stadt in der Pflicht. „Wir als Werbering tun, was wir können“, beschreibt er die Lage. Und die Stadt müsse ihren Teil leisten. „Jeder Unternehmer entwickelt doch Visionen: Wo will ich in Zukunft stehen – und was muss ich dafür tun?“

Eine solche Vision für die Einzelhandelslandschaft habe die Verwaltung aber nicht. Und das hält Struckmann für einen Fehler. „Bemühungen gab es, nicht zuletzt durch das Einzelhandelsgutachten. Aber es fehlt in der Verwaltung einfach ein Verantwortlicher, der sich darum – und nur darum – kümmert“, meint der Wir-Chef. Und fordert einen Wirtschaftsförderer, der die Interessen der Geschäftsleute in der Verwaltung vertritt.

Konkret würde sich Struckmann etwa Projekte wünschen, die für mehr Besucherfrequenz in der Innenstadt sorgen: „Warum wird auf dem Platz neben dem Alten Rathaus kein Spielplatz gebaut?“ Der ziehe Besucher an. Auch könnte sich Struckmann vorstellen, dass die Busse, die regelmäßig durch Burg- und Fünfhausenstraße fahren, direkt auf Höhe der Fußgängerzone halten – und nicht wie bisher danach. „Gerade für ältere Menschen könnte das den Einkauf erleichtern.“

Im Zuge des Einzelhandelsgutachtens hätte sich Struckmann einen breiten Dialog über Ideen gewünscht. „Aber vielleicht kommt das ja noch.“

 

Quelle: www.ndz.de




Rappelvoll

Warum der Bauernmarkt bei Händlern ganz besonders beliebt ist

Springe. Alle waren zufrieden: Kunden, Einzelhändler und Marktbeschicker. Der verkaufsoffene Sonntag und der Bauernmarkt spülten Tausende Besucher in die Innenstadt. Straßen, Cafés und Gaststätten waren ebenso voll wie die Parkplätze der Deisterstadt. Einzelhändler-Chef Wilko Struckmann, der sich zur Feier des Tages in die Lederhose geworfen hatte, war begeistert.

„Perfekt“, schwärmte der Vorsitzende des Werbe- und Informationsringes, „Bauernmarkt und verkaufsoffener Sonntag waren toll besucht“. Die Zahl der Aussteller sei im Vergleich zum Vorjahr sogar noch weiter angestiegen: Vier zusätzliche Marktbeschicker boten in diesem Jahr ihre Waren feil. „Ein Stand bei uns in Springe ist beliebt – unser Konzept, regionale Waren anzubieten, setzt sich durch“, sagte Struckmann gestern.

An 64 Ständen boten Marktbeschicker aus der Region und darüber hinaus in diesem Jahr ein buntes Angebot: Vom Schrubber über Socken bis zur Limousine. Bei allen das gleiche Bild: Sie waren zufrieden mit der Kauflust der Springer. Etwa Edward Paprotny, Inhaber der Baumschule Kewel in Eldagsen: „Wir freuen uns über die Nachfrage.“ Besonders beliebt bei den Kunden waren demnach alte Apfelsorten: Berlepsch oder Roter Boskoop. Aber auch die Rubinette, eine Kreuzung aus den Sorten Golden Delicious und Cox Orange, wurde gern gekauft. Zufrieden zeigte sich auch Oliver Vaes, Junior-Chef des Holtenser Standes Vaes, der Wurst aus dem Harz in der Dose, Dauerwurst und Obst im Programm hat. „Der Springer Bauernmarkt ist ein echter Besuchermarkt – und deshalb kommen wir immer gern hierher.“

Doch nicht nur, wer Lebensmittel für zu Hause kaufen wollte, kam am Sonntag voll auf seine Kosten: Auch zum Sofortessen wurde eine Menge geboten, von der frisch geräucherten Forelle über das Spanferkel bis zur klassischen Currywurst mit Pommes oder Pizza – alles da.

Der Termin für den nächsten Bauernmarkt steht übrigens auch schon fest: Er findet am 6. Oktober 2016 statt.

 

Quelle: www.ndz.de




Fluch oder Segen?

Wie die Springer über verkaufsoffene Sonntage denken

In Hannover konnte die Stadt gar nicht genug kriegen und genehmigte verkaufsoffenen Sonntag um verkaufsoffenen Sonntag – jetzt hat das Verwaltungsgericht ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ab sofort dürfen in der Landeshauptstadt die Geschäfte nur noch an vier Sonntagen im Jahr öffnen. In Springe können die Kunden bislang fünfmal im Jahr sonntags shoppen gehen – achtmal wären erlaubt. Doch was halten Händler und Kunden eigentlich von diesem Angebot? Die NDZ hat nachgefragt.

Uta Rabe von der Werbegemeinschaft WIR weiß, wie viel Aufwand es ist, die verkaufsoffenen Sonntage in der Deisterstadt zu organisieren. Das liege vor allem daran, dass in Springe nicht einfach nur alle Geschäfte öffnen, sondern es auch ein Rahmenprogramm gibt.

„Unsere verkaufsoffenen Sonntage haben immer einen Titel und sind mit einem Markt verbunden“, sagt Rabe. Man wolle den Kunden eine komplett belebte Innenstadt ermöglichen, deshalb suche man immer ein Motto aus. „Ohne Joachim Dörrie würde da nichts laufen. Er organisiert das meiste.“ Der nächste verkaufsoffene Sonntag am 8. November findet zum Beispiel unter dem Thema St.-Martins-Markt statt und wird der letzte in diesem Jahr sein. Und das, obwohl Springe als offiziell anerkannter Ausflugsort im Gegensatz zu Hannover den Händlern sogar bis zu acht Mal erlauben könnte, ihre Geschäfte sonntags zu öffnen. Rabe ist sich jedoch sicher, dass fünf verkaufsoffene Sonntage für eine Stadt von Springes Größe ausreichend sind.

 „Es gibt natürlich einige Händler, die sich über noch einen weiteren Termin freuen würden“, weiß sie. Man müsse aber auch an die Besitzer denken. Schließlich gebe es in Springe viele kleine Geschäfte, in denen die Inhaber auch selbst hinter der Ladentheke stehen. Für Carmen Jung, Inhaberin der „Schatulle“ ist das kein Problem. Sie begrüßt die verkaufsoffenen Sonntage. „Die Kunden gehen gerne sonntags los. Es ist immer eine sehr gute Stimmung.“ Die gute Atmosphäre in der Stadt an diesen Tagen ist auch für Irmgard Jung vom „Sportshop Jung“ einer der Gründe, warum sie diese besondere Aktion so schätzt. Es gehe aber auch darum, Menschen aus der gesamten Region nach Springe zu locken.

 

Es werden Kunden aus dem Umland angelockt

 „Diese Sonntage sind sehr wichtig, um das Besondere unserer attraktiven Innenstadt zu erhalten“, glaubt die Sportgeschäft-Besitzerin. Auch für Ulrike Bormann vom Einrichtungsgeschäft „Konrad Weibke“ ist der Aspekt, Menschen aus dem Umland in die Springer Innenstadt zu locken, entscheidend.

 Auch im kommenden Jahr wird es wieder einige Male möglich sein, in der Springer City sonntags auf Shoppingtour zu gehen. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings, wie Rabe einräumt. „Eigentlich würden wir an diesem Tagen gerne noch viel mehr mit Musik machen.“ Das sei aber aufgrund der Gema-Gebühren, die dann fällig würden, sehr schwierig.

Quelle: www.ndz.de




„Schöne Atmosphäre zum Innehalten“

Verkaufsoffener Sonntag und Martinsmarkt mit 50 Ständen lockt tausende Besucher in die Innenstadt

Ohne Alltagsstress einkaufen und über den Springer Marktplatz laufen – und dabei mit dem ein oder anderen Bekannten gemütlich plaudern: Genau darauf hatten die Springer und Besucher aus den Nachbarstädten gestern bei herrlich milden Temperaturen sichtlich Lust. Hans-Bernd Nowakowski war beispielsweise etwa aus Laatzen gekommen, um die „schöne Atmosphäre“ in der kleinen Deisterstadt zu genießen. Außerdem kaufte er an dem einen oder anderen Stand hiesige Lebensmittel ein. Besonders angenehm findet er, dass auch Zeit bleibt, die Produkte vorab zu probieren. „Darauf legen die Kunden wert“, hat auch Edward Paprotny, Inhaber der Baumschulen Kewel, beobachtet. Er hatte an seinem Stand 15 Apfelsorten im Angebot. „Viele möchten sich die Äpfel selbst aussuchen und mögen die alten Sorten, die es in Supermärkten nicht gibt“, erklärte er zufrieden.

Ähnlich fröhlich blickte auch Organisator Wilko Struckmann drein. Er hatte den verkaufsoffenen Sonntag nebst Martinsmarkt mit seinen Mitstreitern vom Werbe- und Informations-Ring auf die Beine gestellt. Er hatte den Eindruck, dass die Besucher mit der Standauswahl sehr zufrieden waren. Die war in diesem Jahr immerhin ordentlich auf 50 gewachsen. Im vergangenen Jahr waren 30 Standbetreiber in Springe gewesen. „Es war einfach schön anzusehen, dass sich die Menschen Zeit genommen haben und auch mal inne halten konnten“, so Struckmann. Das fehle häufig im Alltag und deshalb seien die verkaufsoffenen Sonntag auch so schön.

 

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Gutschein-Aktion läuft gut an

In den ersten Tagen bereits 100 Exemplare verkauft

Springe. Der neue Einkaufs-Gutschein, der in 103 Springer Geschäften und Betrieben eingelöst werden kann, kommt offenbar an: „Eine Woche nach dem Verkaufsstart sind bereits 100 Exemplare weg“, sagt Hendrik Anders, Geschäftsstellenleiter der heimischen Volksbank.

Er geht davon aus, dass es bis Heiligabend noch deutlich mehr werden: „Die heiße Phase kommt schließlich erst.“ Der Werbe- und Informationsring Springe (WIR) bietet erstmals einen gemeinsamen Gutschein an, der bei nahezu allen Mitgliedsunternehmen eingelöst werden kann. Die Aktion läuft unter dem Motto „Saustark schenken“.

Verkaufsstart war am 1. Dezember – erhältlich sind die Scheine nur bei der Volksbank. Wegen der hohen Nachfrage werden sie seit vorgestern außer in der Hauptstelle am Niederntor auch in der Filiale in der Bernauer Straße ausgegeben.

Die Gutscheine haben einen Preis von 10 Euro. „Die meisten Kunden nehmen zwei bis vier“, hat Anders beobachtet. Eine Springerin kaufte 15 Stück – „natürlich, um sie Weihnachten weiterzuverschenken“. Die „WIR“ will die Aktion auch nach dem Weihnachtsgeschäft fortsetzen. Die Gutscheine sollen das ganze Jahr über erhältlich sein.

 

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Selbst wenn er nadelt, ist er Geld wert

Erste Tannenbaum-Rückgabe: Einzelhändler laden zu kleinem Fest auf dem Marktplatz ein

Springe. Irgendwann ist auch für den schönsten Christbaum das Fest vorbei: Die Einzelhändler aus der Innenstadt wollen ihren Kunden die Trennung erstmals mit einer „Tannenbaum-Rückgabe“ versüßen.

Ganz egal, wie viele Nadeln er schon verloren hat – am Sonnabend, 9. Januar, können Springer ihren abgeschmückten Weihnachtsbaum zwischen 9 und 13 Uhr zum Marktplatz bringen. Die Kaufleute entsorgen das Grün und bedanken sich mit einem 10-Euro-Gutschein, der in 20 Mitgliedsgeschäften der „WIR“ eingelöst werden kann.

Und weil nach dem Fest vor dem Fest ist, machen die Kaufleute eine kleine Veranstaltung aus der Rückgabe-Aktion: Sie haben einen Bratwurst- und Glühweinstand geordert. Der frühere WIR-Vorsitzende Erhardt Bormann hat auf seinem Wunschzettel bereits notiert, dass er sich über „schönes Winterwetter mit Schnee und blauem Himmel“ freuen würde.

Die Idee zur Rückgabe-Aktion hatte der Arbeitskreis „Innenstadt“ der WIR.

 

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Das Problem Leerstand

SPRINGE. Das Einzelhandelskonzept soll das Zentrum beleben, den Einkaufsstandort nach vorne bringen – Politik und Händler diskutieren kontrovers. Doch in der Innenstadt tut sich auch jetzt schon eine Menge. Die NDZ hat sich umgeschaut.

SPRINGE. Das Einzelhandelskonzept soll das Zentrum beleben, den Einkaufsstandort nach vorne bringen – Politik und Händler diskutieren den kürzlich vorgestellten Entwurf kontrovers. Doch in der Innenstadt tut sich auch jetzt schon eine Menge. Die NDZ hat sich umgeschaut.

Der Leerstand an der Fünfhausenstraße wird sich weiter verschärfen: Nachdem im Oktober vergangenen Jahres die Fußpflege-Praxis in die St.-Andreas-Straße umgezogen war, kündigt sich jetzt der nächste Leerstand an. Floristin Sana Boßling wird ab August im ehemaligen Modegeschäft „Canto“ am Niederntor ihre Blumen verkaufen. „Hier in der Ecke stirbt alles weg. Am Niederntor haben ich mehr Laufkundschaft“, erklärt Boßling ihre Beweggründe.

Eine Lösung für den Komplex ist nicht in Sicht: Investor Peter Othmer, gebürtiger Springer, will die Gebäude schon seit Jahren gerne kaufen, abreißen und durch einen neuen Einkaufskomplex ersetzen: Doch der insolvente Eigentümer wolle über den Verwalter nur im Paket verkaufen – mit weiteren Objekten in ganz Deutschland: „Daran habe ich in der Form kein Interesse“, sagt Othmer.

Bewegung gibt es dagegen in der benachbarten Deisterpassage: Am 12. Juli soll im ehemaligen „Chocolat“ wieder ein Café eröffnen. „Alles soll genau so bleiben“, verspricht Ladenlokal-Inhaber Peter Eicke. Die Verträge sollen voraussichtlich am Sonnabend unterschrieben werden. Geplant war ursprünglich eine Shisha-Bar, die sei allerdings an einer erforderlichen Nutzungsänderung gescheitert: „Damit konnte niemand rechnen, aber jetzt ist die Kuh vom Eis.“ Viele Interessenten seien wegen des Leerstands im benachbarten Einkaufskompleyx – etwa im früheren Rewe-Markt – abgesprungen.

Nach vier Jahren Leerstand ist dagegen wieder Leben in der früheren „Alten Schmiede“ an der Burgstraße eingekehrt: Nach dem Aus für die Disco-Bar „Sunrise“ bitten Abut Marie und seine Mitstreiter jetzt in die Räume des Vereins „Chillout am Deister“.

Dort sollen die Mitglieder die Möglichkeit zum Treffen, zum gemeinsamen Spielen oder zum Rauchen von Tabak in Shisha-Pfeifen bekommen. Ein klassischer Kneipenbetrieb ist die Einrichtung nicht: „Hier gibt es keinen Alkohol, weil wir Muslime sind“, betont Marie. Abschotten wolle man sich jedoch nicht, betont Marie: „Jeder ist willkommen“. Unter den Mitgliedern seien Deutsche genau wie Libanesen oder Kurden.

Ein Objekt, das zuletzt immer wieder den Besitzer gewechselt hat, steht ebenfalls wieder zur Disposition: Die Tapas-Bar an der Friedrichstraße (zuletzt China-Restaurant, Kneipe oder Cocktailbar) wird im Internet zur Vermietung angeboten.

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Kampf um belebte Innenstadt

Springe hat ein Einkaufsproblem – und (zu viele) Lösungen

SPRINGE. Die Innenstadt muss belebt, dem Leerstand entgegengewirkt und neue Anreize für Ansiedlungen geschaffen werden – da sind sie, die Politiker und die Händler, sich erst einmal alle einig. Doch bei der Art der Umsetzung herrscht wenig Konsens.

Der Leerstand in Springe erklärt die Notsituation der Innenstadt, vor allem in der Fünfhausenstraße: Nachdem im Oktober vergangenen Jahres die Fußpflege-Praxis in die St.-Andreas-Straße umgezogen war, kündigt sich jetzt der nächste Leerstand an. Floristin Sand Boßling wird ab August im ehemaligen Modegeschäft „Canto“ am Niederntor ihre Blumen verkaufen. Ihre Begründung: „Hier in der Ecke stirbt alles weg!“ Und: Erst ivor zwei Wochen wurde bekannt, dass auch der Modemarkt Takko in Springe seine Türen schließt, letzter Tag ist am Sonnabend, 23. Juli. Was sagt das über das Stadtbild aus? Nichts Gutes, meinen auch die Experten.

Aus diesem Grund gibt es das Einzelhandelskonzept. Mithilfe des 100-seitigen Papiers soll der Einkaufsstandort nach vorne gebracht werden. Wenn das so einfach wäre. Kaum wurde das Konzept im Planungsausschuss vorgestellt, diskutierten die Politiker darüber, ob das Konzept festschreiben soll und darf, wo welche Waren verkauft werden dürfen. Heißt konkret: Die Innenstadt soll geschützt werden, indem dort solche Waren verkauft werden dürfen, die es anderswo nicht gibt. Gerade die Ortsteile sehen sich da gegenüber der Kernstadt im Nachteil. Eldagsens Ortsbürgermeister Ralf Burmeister befürchtet zum Beispiel, dass sich diese Zielsetzung negativ auf das Einkaufszentrum Pfingstanger auswirken könne. Seiner Ansicht nach bremse man dadurch Entwicklungsmöglichkeiten aus.

Auch die Osttangente sorgt für Klärungsbedarf. Ulrich Kalinowski (CDU) stellt infrage, warum die Osttangente im Konzept nur als Sonderstandort geführt wird – mit etlichen Beschränkungen. Für 50 Prozent der Springer seien E-Center und Aldi Nah-Versoger, weil sie anderswo nicht die Produkte finden, die dort angeboten würden. Auch dass die Verkaufsfläche des Aldi beschränkt werden soll, beurteilt er kritisch: „Das geht überhaupt nicht!“

Das Konzept empfiehlt Stadt und Politik außerdem, auf einen künftigen Ausbau der „Grünen Wiese“ zulasten der Innenstadt zu verzichten: Schon jetzt seien bis auf den Baumarkt alle Geschäfte mit Blick auf das Sortiment im „direkten Wettbewerb mit den zentralen Versorgungsbereichen“ und insbesondere mit der Innenstadt. Es gelte künftig, diesen Warenbereich zu begrenzen - etwa, indem bei einer Geschäftsaufgabe kein Betrieb nachrücken dürfte, der in Konkurrenz zur Innenstadt gehe. Die Osttangente dürfe nicht zulasten des Zentrums noch attraktiver werden.

Und was sagen die Händler? Die Befürchtung, dass Ortsteile durch das Stadtentwicklungskonzept ins Hintertreffen geraten könnten, teilt Eldagsens Werbegemeinschaft-Chef Christian Hagemann nicht. „Wir haben auch unsere Magneten – und das Konzept sieht vor, dass das, was wir haben, gestärkt wird.“ Generell hätte er sich aber gewünscht, dass die Öffentlichkeit im Vorfeld mehr in die Konzept-Erstellung eingebunden worden wäre.

Stefan Rust vom Werbe- und Informationsring der Kernstadt ist heilfroh, dass es ein Einzelhandelskonzept geben soll. „Wir brauchen Strukturen für den Standort, so geht es nicht weiter.“ Ziel müsse jetzt sein, dass die unterschiedlichen Meinungen über das Papier in eine gemeinsame Form gebracht werden.

Fakt ist, im Stadtentwicklungskonzept stehen viele Ideen und viele Theorien. Doch lassen sich diese mit dem Einkaufsverhalten der Bürger in Einklang bringen? Was wollen Springes Bürger überhaupt für ihre Stadt? Laut einer Online-Befragung, die im Zuge der Erstellung des Entwicklungskonzepts im vergangenen Sommer durchgeführt wurde, gaben 34 Prozent der Befragten an, mehrmals pro Woche im Zentrum einzukaufen, bei der Osttangente waren es 33 Prozent. Fast Gleichstand. Was fehlt den Springern? Ganz klar: mehr Bekleidungsvielfalt – 87 Prozent äußerten diesen Wunsch. 27 Prozent wünschen sich außerdem Möbelläden, 25 Prozent mehr Angebote aus den Sortimenten Spielwaren, Basteln und Musikinstrumente. Ebenfalls häufig genannt: ein Kaufhaus sowie mehr Gastronomieangebote.

 

Quelle: www.ndz.de




Einzelhandelskonzept verzögert sich

Verwaltung muss Bedenken von Unternehmen aufarbeiten

SPRINGE. Die ersten Gespräche zur Einführung eines Einzelhandelskonzepts gab es bereits im Jahr 2013. Stadt, Händler und Industrie- und Handelskammer kamen damals zu dem Schluss, dass ein Einzelhandelskonzept sinnvoll ist. Drei Jahre später sollte das Konzept eigentlich auf den Weg gebracht werden. Aber vor den Wahlen wird daraus nichts mehr.

Wie Baufachbereichsleiter Reinhard Schade jetzt mitteilte, ist die Zahl der Vorbehalte gegen das von einem Dortmunder Büro erstellte Konzept größer als ursprünglich erwartet. Kritik an dem Papier äußert gut informierten Kreisen zufolge nicht nur die Politik. Sondern auch wenige, größere Einzelhändler.

Es ist davon auszugehen, dass dazu auch die Geschäfte an der Osttangente gehören. Immerhin gehört es zu den zentralen Zielen des Konzepts, den Einzelhandel im direkten Innenstadtbereich zu stärken. Und die Standorte in der Peripherie in Sachen Wachstum zu begrenzen. Die Osttangente wird in dem Papier als Sonderstandort geführt – mit etlichen Sortimentsbeschränkungen. Das dürfte in den Geschäftsführerbüros nicht nur auf Gegenliebe gestoßen sein.

Schon im Vorfeld war deutlich geworden, dass es auch aufseiten der Politik deutlichen Gesprächsbedarf zum Thema gibt. So hatte etwa Eldagsens Ortsbürgermeister Ralf Burmeister deutliche Bedenken angemeldet. Auch mit Blick auf das Einkaufszentrum am Pfingstanger: „Ich fürchte, dass durch die Sortimentsbeschränkung die Entwicklungsmöglichkeiten ausgebremst werden“, hatte Burmeister im Juni gesagt.

Und jetzt also auch Zweifel bei Teilen des Einzelhandels selbst. Dabei hatte Wilko Struckmann, Chef des Werbe- und Informationsrings (WIR) Springe, das Konzept zuletzt massiv gegen Einwände aus der Politik verteidigt: Er bezeichnete das Papier Mitte Juli als „eine Riesenchance, uns zukunftsfähig aufzustellen“. Aber die WIR hat mehr als hundert Mitglieder – und die geben ihre Interessen nicht mit dem Beitrittsantrag ab.

Die Kritik kann offenbar von der Verwaltung nicht einfach so außer Acht gelassen werden. Schade: „Wir müssen das gewichten und aufbereiten.“ Und das gehe nicht von heute auf morgen. Heißt: Das Konzept kommt später – erst deutlich nach der Wahl. Ursprünglich sollten die Mitglieder des noch amtierenden Rates das Konzept auf den Weg bringen.

Jetzt sind aber erst einmal die Argumente der Kritiker auf der Agenda: In der Sitzung des Planungsausschusses am 30. August wollte die Verwaltung Stellungnahmen zu den Kritikpunkten vorlegen. Aber der Zeitplan verschiebt sich nach hinten. So weit, dass schon der neue Rat das Papier auf den Tisch bekommen wird. Ob mit oder ohne Änderungen steht auf einem anderen Blatt.

Schade jedenfalls hatte sich im Vorfeld schon deutlich dafür ausgesprochen, dass auf größere Änderungen an dem Konzeptpapier verzichtet werden solle: „Wenn man daran rumschraubt, ist es nicht mehr schlüssig.“

Das 100-seitige Einzelhandelskonzept wurde im Mai der Politik vorgestellt. Danach folgte die Öffentlichkeitsbeteiligung. Das Planungsbüro erhielt für die Erstellung des Konzepts 18 466 Euro von der Stadt.

 

Quelle: www.ndz.de




Da legst Dich nieder

Testen, staunen, kaufen und lernen: Die Springer Wirtschaftsschau begeistert die Besucher

Zwei Tage geballte Wirtschaftskraft – davon immerhin einer richtig sommerlich: Die Veranstalter und Organisatoren der 5. Springer Wirtschaftsschau waren gestern unter dem Strich zufrieden mit der Groß-Messe auf dem Burghof. Die NDZ war am Sonnabend und Sonntag live vor Ort und hat viele kleine und große Geschichten mitgebracht: Wir laden Sie ein, heute auf drei NDZ-Seiten mit uns zu staunen, zu bummeln, zu schmunzeln – und sich auch mal ein bisschen zu ärgern (wenn Sie zum Beispiel strikt gegen Windkraft sind).

Die neuste Technik von der Heizungsanlage bis zum Rasenmähroboter, Informationen über Mobilität und Verkehrssicherheit: Die fünfte Springer Wirtschaftsschau hat zwei Tage lang die Vielfalt im Angebot der heimischen Wirtschaft ebenso wie der Vereine und Interessengruppen zur Schau gestellt. „Gemeinsam sind wir stark“, hatte der Vorsitzende des Werbe- und Informationsrings, Wilko Struckmann, zur Eröffnung angekündigt. Und konnte am Ende eine positive Bilanz ziehen.

Die Organisatoren waren jedenfalls zufrieden: Markus Hammann, der die Messe zusammen mit Detlef Fuhrmann in diesem Jahr auf die Beine gestellt hat, freute sich am Sonntag über zahlreiche Besucher, besonders aber über die positiven Rückmeldungen der Aussteller: „Einige haben direkt versichert, dass sie auch in zwei Jahren wieder dabei sein wollen“, berichtete Struckmann.

Und: „Es ist uns gelungen, die Vielfalt der heimischen Betriebe zu zeigen.“ Die Händler, Handwerker und Dienstleister seien nicht auf der Wirtschaftsschau vertreten gewesen, „um das große Geld zu verdienen“, ist sich Struckmann sicher, sondern „um mit Kunden in Kontakt zu kommen, lockere Gespräche zu führen.“ Und das sei auch in diesem Jahr wieder gelungen.

Diese Einschätzung teilte auch Springes Stadtmanagerin Anike Molgedey, die an der Organisation der Messe beteiligt war. Viele Aussteller hätten ihr bestätigt, sehr intensive Gespräche geführt zu haben. „Ich bin sehr zufrieden“, erzählte etwa Marcus Ahrens aus Bad Münder. Er war zum ersten Mal mit der Firma Wema auf der Springer Messe vertreten und präsentierte eine Tapete aus Baumwolle oder Seide, die sich verflüssigen und wiederverwenden lässt. Für Ahrens ist klar: Er wolle bei der nächsten Wirtschaftsschau auf jede Fall wieder dabei sein.

Kontakte knüpfen, Gespräche führen: Diese Möglichkeit nutzte auch die Musikschule Springe an ihrem Stand. Vor allem Erwachsene informierten sich dort über Angebote, sagte der Vorsitzende Stefan Achmus.

Die Springer Polizei widmete sich indes einem ernsten Thema: Mithilfe eines 14 Meter langen Teppichs machte der Kontaktbeamte Jens Günther anschaulich, wie gefährlich Ablenkungen am Steuer sind. „Diese Strecke legt ein Auto in einer Sekunde zurück, das mit 50 Kilometern pro Stunde unterwegs ist.“

Quelle und weitere Berichterstatung, sowie eine Fotogalerie und ein Video: Neue Deister-Zeitung




Besucher strömen zum Bauernmarkt und verkaufsoffenen Sonntag

SPRINGE. Dass die Bedeutung regionaler und saisonaler Produkte immer weiter zunimmt, wurde jetzt auf dem Springer Bauernmarkt einmal mehr deutlich: Besonders bei den heimischen Bauernhöfen herrschte großer Andrang.

So zum Beispiel am Stand von Hof Kickel. Hilmar und Renate Kickel waren zum dritten Mal beim Bauernmarkt dabei und verkauften ihre Eier. „Es ist wichtig, regional einzukaufen. Die Besucher fragen uns oft, wo die Produkte herkommen. Es wird seit einigen Jahren bewusster eingekauft“, ist sich Hilmar Kickel sicher. Das kann auch Nadine Bertram von der Eldagser Baumschule Kewel bestätigen, die Äpfel und Birnen verkaufte. „Wir haben unsere Stammkunden, aber es kommen auch immer mehr jüngere Leute zu uns, die darauf Wert legen, heimische Ware zu kaufen“, so Bertram.

Auch das Thema Tierhaltung gewinnt an Bedeutung. Das haben Heinrich und Christine Rodenberg vom gleichnamigen Hofladen in Völksen festgestellt. „Wir werden oft nach der Qualität gefragt“, sagt Heinrich Rodenberg. Er hat neben Keksen und Nudeln vor allem seine Dosenwurst angeboten. Seit über 20 Jahren nimmt der Hof an dem Projekt „Neuland“ teil: Der Hof verzichtet auf gentechnisch veränderte Futtermittel, hält die Tiere auf Stroh ohne Anbindung, setzt keine Antibiotika ein und verwendet ausschließlich heimisches Futter. Gleichzeitig sollen die Tiere im Stall Tageslicht und genügend Auslauf im Freien haben.

Bewusstes Einkaufen beschränkt sich aber nicht nur auf die Menschen: Am Stand von Mandy Schatz konnten die Besucher Leckerchen für Hunde und Katzen kaufen. Das Besondere: Schatz verarbeitet weder Schweinefleisch noch gentechnisch manipulierte Lebensmittel und verzichtet bewusst auf Mais und Zucker. „Es sind Lebensmittel, die wir Menschen auch essen, nur anders verarbeitet“, erklärt Schatz. So können die Haustiere zum Beispiel Kalb, argentinisches Rind und Snacks mit Gemüse und Obst genießen – handgemacht.

Wer eine kleine Pause vom Essen brauchte, konnte an zahlreichen Kunsthandwerks-Ständen stöbern. Besonders farbenfroh stach der Stand von Marion Schubert hervor: Mit selbst gemachten indianischen Traumfängern sorgte sie für strahlende Kinderaugen. Die bunten Traumfänger enthalten die Symbole für die vier Elemente und sind mit farbigen Seidenbändern umwickelt. „Wir verwenden außergewöhnliche Materialien wie Bernsteine, Jade oder Emu-Federn“, so Schubert.

Zum ersten Mal dabei war Andreas Kurzer mit selbst gebastelten Holzfiguren. „Wir haben vergangene Woche das Wisentgehege besucht und das Plakat für den Bauernmarkt gesehen. Spontan haben wir mit der Stadt gesprochen und konnten hier ausstellen“, sagte Kurzer, der aus Hameln kommt. „Das Ambiente hier ist toll und es gibt viele schöne Stände.“ Dieser Meinung schloss sich auch Sabine Nebel an. Sie verkaufte an ihrem Stand herbstliche Dekorationen. „In Springe gibt es nicht so kitschige Stände, sondern hier wird noch Wert auf Qualität gelegt“, so Nebel.

Den ersten Glühwein des Jahres tranken zahlreiche Springer am Stand des Weingutes Margatenhof aus Osthofen. „Wir haben viele Kunden aus Springe. Hier haben sie die Möglichkeit, die Weine vor ihrer Bestellung zu probieren“, so Winzerin Britta Ahl. „Ich bin seit einigen Jahren hier und freue mich immer wieder, dabei zu sein.“

Am Stand des Nabu Springe konnten die jüngsten Besucher ihr Geschick unter Beweis stellen und in einem Kasten verschiedene Gegenstände aus der Natur durch Tasten erraten. „Wir werden oft gefragt, welche Vögel im heimischen Garten sind oder geben Tipps zur Winterfütterung. Denn: Die Tiere sollten nur bei geschlossener Schneedecke gefüttert werden“, so Peter Heidrich.

Immer dabei ist auch der Feinkostladen „Delizioso“ aus Bad Münder. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Patrick Couvreur. Weil das Team aus zeitlichen Gründen nicht mehr auf dem Wochenmarkt vertreten ist, nutzten die Mitarbeiter den Bauernmarkt, um im Stadtgebiet präsent zu sein.

Präsent waren auch die Eolenhägener Schuindöschers mit ihren landwirtschaftlichen Maschinen, die besonders von den Technikfans genau unter die Lupe genommen wurden. Zusammen mit dem Bauernmarkt öffneten gestern zahlreiche Geschäfte in der Innenstadt ihre Türen.

Quelle: www.ndz.de




Veranstalter sind zufrieden

Stefan Rust vom Werbe- und Informationsring zieht positive Bilanz

SPRINGE. 53 Aussteller, trockenes Wetter und viele Besucher aus dem Umland: Die Bilanz zieht Steffan Rust, Schatzmeister im Werbe- und Informationsring Springe (W.I.R.) nach dem Bauernmarkt am Sonntag.

„Ich bin hellauf zufrieden“, sagt Rust. Er hat am Sonntag einen Blick auf den Parkplatz geworfen und die Kennzeichen genauer unter die Lupe genommen: „Es kamen viele Autos mit Hamelner, Hildesheimer oder Schaumburger Kennzeichen. Das zeigt mir, dass sich die Werbung wirklich gelohnt hat“, so Rust.

Auch mit der Zahl der Aussteller ist Rust zufrieden. „Mehr als 53 Aussteller würden auch nicht in die Stadt passen.“ Der Herbstmarkt ist aus Sicht des Wir der am besten besuchte Markt des Jahres. Die Gesetzesänderung, dass Geschäfte nur dann sonntags öffnen dürfen, wenn ein besonderer Anlass gegeben ist, betrifft den Werbering kaum. „Wir haben auch schon vor der Änderung unsere Märkte zusammen mit verkaufsoffenen Sonntagen der Geschäfte stattfinden lassen“, so Rust. Das lohne sich auf jeden Fall.

Vereine können zwar mitmachen, melden sich aber seltener für den Bauernmarkt. „Die Landfrauen oder die Eolenhägener Schuindöschers passten gut zum Motto“, sagt Rust.
Die Vorbereitungen für den Martinsmarkt am 6. November laufen bereits auf Hochtouren. Die Mitglieder des Wir rechnen mit 30 bis 35 Ausstellern - trotz des eher unbeständigen Wetters im Wintermonat. Gestern kamen bereits zwei neue Anmeldungen für November von Ausstellern, die vom Bauernmarkt begeistert waren und wieder nach Springe kommen wollen.

Quelle: www.ndz.de




Springe schlendert und shoppt am Sonntag

Knapp 60 Aussteller beim verkaufsoffenen Sonntag und Erdbeer- und Spargelfest

SPRINGE. Ob Felgenfest in Hameln, Radrennen in Gehrden oder Dorfgemeinschaftsfest in Bakede – rund um Springe war am Sonntag einiges los. „Vor dem Hintergrund dieses Konkurrenzangebotes bin ich sehr zufrieden mit unserem verkaufsoffenen Sonntag“, bilanziert Werbering-Chef Wilko Struckmann. „Es ist jede Menge los und die Stadt ist gut besucht, man merkt: Die Märkte bringen Frequenz“, so Struckmann. Gestern konnten die Springer nicht nur nach Herzenslust in den Geschäften stöbern, sondern auch über den Erdbeer- und Spargelmarkt flanieren.

Knapp 60 Aussteller boten Schönes, Skurriles und Schmackhaftes. Nicht alle schlossen sich der Bilanz von Struckmann an. „Das Fest ist in diesem Jahr weniger gut besucht“, sagte Spargelhändler Reiner Horstmann und betont: „Das soll jetzt kein Jammern sein, aber es ist meine Empfindung.“ Noch bis zum 24. Juni wird Spargel gestochen, erklärte er. „Es war eine schwierige Ernte, bis Anfang Mai hatten wir noch Frost, da war es viel zu kalt. Und auf einmal ging es dann richtig los und es wurde warm.“

Schwierige Ernte von Spargel und Erdbeeren

Ähnlich sah es im Frühjahr bei den Erdbeerbauern aus. Erst 14 Tage später konnte der Erdbeerhof Sander die roten Früchte zum Kauf anbieten, weil viele Früchte erfroren waren. „Ich bin mit dem Besucherandrang heute sehr zufrieden. Und vor allem spielt das Wetter mit, dann macht es auch allen gleich viel mehr Spaß, durch die Stadt zu gehen“, freute sich Klaus-Dieter Bonk vom Erdbeerhof.

Wer keinen Appetit auf Erdbeeren oder Spargel hatte, konnte an zahlreichen Ständen mit Kunsthandwerk stöbern. Am Tisch von Gerald Stratmann mussten die Besucher ganz genau hinsehen: Das vermeintliche Cocktailglas entpuppte sich beim zweiten Blick als Kerze. Aus Adenstedt kam Marita Berg mit ihrem Schmuck zum ersten Mal nach Springe. „Bis jetzt habe ich einen sehr guten Eindruck von der Stadt, bisher waren wir immer in Eldagsen“, so Berg.

Hande Hartje war schon zum zweiten Mal mit ihrem handgefertigten und gehäkelten Schmuck dabei. „Ich habe diese Technik in einer Mädchenschule in der Türkei gelernt, damals hab ich es gehasst, heute ist das anders“, sagt Hartje, die den Schmuck neben ihrer Ausbildung zur Erzieherin bastelt. „Es hätten aber gerne noch mehr Besucher sein können“, schließt sie sich der Meinung einiger anderer Aussteller an.

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Hauptsache von hier

Gut besucht: warum der Bauernmarkt in Springe Tausende Besucher anlockt

SPRINGE. Gemüse vom Bauern nebenan, Fleisch vom Metzger an der Ecke: Regionale Produkte sind nicht nur bei umweltbewussten Kunden gerade ziemlich angesagt. Eine riesige Lebensmittelauswahl gab es am Sonntag auf dem Bauernmarkt. Entsprechend groß war das Interesse der Besucher – trotz des anfangs ziemlich wechselhaften Wetters.

Renate Vespermann ist begeistert: Die Springerin hat die Vereinsdechant entdeckt. Das ist nicht der Vorsteher in einem neuen Priesterverein, sondern eine Birnenart aus dem Garten von Edward Paprotny aus Eldagsen. „Sie schmeckt ganz wunderbar“, sagt sie – und kauft gemeinsam mit ihrem Mann Rüdiger gleich eine Tüte voll mit dem Obst. Zur Freude von Paprotny, Inhaber der Baumschule Kewel. Der weiß zu berichten, dass aktuell besonders alte Obstsorten gefragt sind: „Die sind bekömmlicher.“

Einen Rekord vermeldete indes der Chef des Werbe- und Informationsrings, Wilko Struckmann: 80 Standbetreiber hatten sich für den Markt angemeldet. So viele wie noch nie. Allerdings hatten 17 wegen der schlechten Wetterprognosen kurzfristig vorher abgesagt. „Für mich ist das ein Zeichen, dass der Bauernmarkt immer beliebter wird.“

Auch bei Karola Flechtner aus Alfeld ist das so: „Sonst würde ich nicht immer wiederkommen.“ Diesmal hat sie sogar ihren Cousin Roy Monicka mitgebracht, der eigens aus Kanada angereist ist. An einem Stand für Holzspielwaren entdecken Waggons in Form von Buchstaben, aus denen sich prima der Name des Enkels zusammenstellen lässt – gekauft! Apropos Kaufen: Auch die Einzelhandelsgeschäfte in und um die Innenstadt hatten gestern ihre Ladentüren geöffnet.

Aber auch die kleineren Marktbesucher kamen voll auf ihre Kosten: Karussell, Riesentrampolin, Oldtimerrundfahrten, Spielzeugstände, insgesamt gab es eine Menge zu entdecken.

Nach einer anstrengenden Tour über den Markt boten sich den großen Marktbesuchern etliche Gelegenheiten für eine Verschnaufpause: Bei den Landfrauen etwa gab es duftenden Kaffee und leckere Kuchen, etliche Imbissstände hatten Leckereien im Angebot, von der Pizza über Alpenkäse bis zum Spanferkel.

Zufrieden zeigte sich auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich mit der Veranstaltung: „Das passt: Das Wetter ist gut, die Sonne scheint, die Straßen sind voll – und die Leute sind zufrieden.“

Quelle: www.ndz.de